Das Wichtigste im Geschichtserlebnisraum
Ich schreibe gerne und viel von unseren Veranstaltungen und unseren Bautätigkeiten, aber was ist eigentlich das Wichtigste im Geschichtserlebnisraum?
Es sind die Menschen. Unsere Stammkinder und Jugendlichen stehen dabei an erster Stelle.
Mit Ihnen leben und arbeiten wir gemeinsam im Geschichtserlebnisraum. Sie helfen bei all unseren Tätigkeiten mit. Egal ob bei der Pflege unseres großen Areals, der Tierversorgung, bei Angeboten für Besuchergruppen, Großprogrammen für mehrere Schulklassen oder bei Festen und Veranstaltungen. Das ist wirkliche Teilhabe. Unser bestes Beispiel war das Hanse-Kultur-Festival, wenn hunderte Kinder durch unser Mittelaltermitmachlager strömen, unsere Jugendlichen den ganzen Tag helfen die „fremden“ Kinder gemeinsam mit uns anzuleiten und einige sogar mit uns im Lager übernachten. Zeltlager direkt an der Stadtmauer. Sie helfen aber auch die Woche darauf die nassen Zelte im Geschichtserlebnisraum wieder zu trocknen und wegzuräumen, beklagen sich nicht über die Anstrengungen, sondern bedauern, dass es vorbei ist. Diese Zusammenarbeit schafft Bindungen, stärkt das Selbstbewusstsein und fördert die Resilienz. Die Kinder und Jugendlichen, die diese Erlebnisse mit uns teilen, gehen gestärkt ins Leben. Dadurch, dass wir schon seit 27 Jahren in diesem Bereich arbeiten, können wir die wunderbare Erfahrung machen, dass viele als Erwachsene wiederkommen. Und wenn es nur auf eine Tasse Kaffee und ein Gespräch ist.
Wir haben aber auch erwachsene ehemalige Stammkinder, die mit ihren Sorgen und aber auch den guten Nachrichten zu uns zurückkehren, weil sie wissen, dass wir für sie immer ein offenes Ohr haben. Kinder- und Jugendarbeit im Geschichtserlebnisraum ist mehr als ein wenig Spielen in der Natur. Wir sind Lebenswegbegleiter.

Zusammen leben wir Geschichte(n)