Was gibt es Neues auf der auf der Klosterbaustelle?
Klosterefektorium
Der am prachtvollsten ausgestaltete Raum ist unser Refektorium (von lat. refectorium = Speisesaal). Hier sind die imposantesten Wandbilder von unserem Haus- und Hofkünstler Felix Karweick. Momentan sitzt er an seinem Abschlussbild. Die Bildinhalte sind diesmal weniger biblische Geschichten als mittelalterliche Sprichwörter und Tierdarstellungen.


Holzbildhauerschule
Im Mai hatten wir wieder einmal Auszubildende der Holzbildhauerschule aus Flensburg zu Besuch. Sie kamen, um Großskulpturen für unser großes Außengelände zu schnitzen, aber auch noch weitere Details für unsere Klosteranlage. Gearbeitet wurde auf der Langhauswiese; geschlafen wurde im Kloster. Es entstand ein weiterer Knaggen für den Kreuzgang und wunderschöne Ringaugenverzierungen rechts und links vom Eingangstor - daneben viele Großskulpturen zum Thema Gaukler, die auf dem Platz verteilt werden.

Noch länger als mit den Holzbildhauern kooperieren wir mit der Landesberufsschule der Glaser.
Die Glaser sind seit 2018 an unserer Baustelle beteiligt. Im Mai haben wir mit Ihnen die Apotheken-Fenster eingesetzt. Sie sind recht klein, aber dafür an der Giebelwand des Apothekenflügels gleich rechts vom Eingangstor besonders gut sichtbar platziert. Wir mussten aus fünfzehn Fenstern vier auswählen. Das war schwer. Letztendlich haben wir uns für vier aufeinander abgestimmte Fenster entschieden, die für die vier Jahreszeiten stehen. Erneut eine großartige Leistung. Da uns die übrigen Fenster aber auch so gut gefallen haben, wollen wir schauen, ob wir aus ihnen eine Lampe für den Refektoriums-Eingang herstellen können.

Unsere „Mutter aller Schränke“ hat eine wunderschöne Tochter bekommen.
Als gemeinsames Werk unserer ehemaligen Freiwilligen Wencke Nevoigt, inzwischen Tischlergesellin, und unserem Kunstschmied Fabian Droste entstand eine herrliche Nachbildung eines Schrankes von 1280 aus dem Kloster Medingen.

Für das Entgegenkommen und die Unterstützung der dortigen Priorin Karola Litzbarski und des Tischlermeisters i.R. Eckard Rieckmann möchten wir uns aufs Herzlichste bedanken. Es ist schön, wie wir im Rahmen unserer Klosterbaustelle den Nachwuchs fördern und mit identitätsstiftenden Projekten weiterbilden können. Das Produkt ist ein weiters Highlight in unserem Klosterensemble. Es lohnt sich vorbeizuschauen.


Weniger mittelalterlich, aber genauso wichtig, sind die Abschlussarbeiten in unserer kleinen modernen Küche und an der Illumination des Kreuzganges. Wir haben ein an die Romanik angelehntes Kloster gebaut, für das wir viel Lob bei Besuchern und aus der Fachwelt bekommen haben.
Uns ist aber genauso die zeitgemäße Nutzung als Soziokulturelles Zentrum wichtig. Es ist ein Kloster für die Menschen geworden. Für Feste und Veranstaltungen haben wir Steckdosen, elektrisches Licht, moderne Toiletten und eine kleine Vorbereitungsküche eingebaut, die die Durchführung enorm erleichtern.
Wir können nur empfehlen, schaut es Euch an. Es ist ein ganz besonderer Ort geworden!