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Geschichtserlebnisraum

Geschichtserlebnisraum

Der Geschichtserlebnisraum ist eine offene Kinder- und Jugendeinrichtung, grundfinanziert durch die Hansestadt Lübeck. Dienstag bis Freitag, 13.00-18.00 Uhr, kann uns jeder der möchte kostenfrei besuchen. Egal ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener.
Wir haben mittelalterliche Häuser, viele Tiere und spielen lieber draußen als drinnen.
Unser Gelände ist immer frei zugänglich und kann auch außerhalb der Öffnungszeiten für einen Spaziergang genutzt werden.

Wer mehr wissen möchte...

Vom Bauspielplatz ...

Die Einrichtung befindet sich im Lübecker Stadtbezirk Kücknitz-Roter Hahn. Für das offene Angebot zu den regulären Öffnungszeiten kommen die Besucher überwiegend aus den Stadtbezirken Roter Hahn, Dummersdorf und Alt Kücknitz, aber auch aus dem übrigen Kücknitzer Stadtteil, sowie Travemünde, dem Hochschulstadtteil oder Karlshof. In den Ferienzeiten und besonders bezüglich der Gruppenangebote für Schulklassen etc. erweitert sich das Einzugsgebiet auf den Großraum Lübeck und darüber hinaus. Die Hauptzielgruppe der Einrichtung sind Kinder und Jugendliche im Alter von  7-14 Jahren, wobei die aktuelle Altersstruktur von 3-24 Jahren reicht. Darüber hinaus arbeiten wir generationsübergreifend und inklusiv.  Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit liegen in der Vermittlung der (regionalen) Geschichte, von historischen Handwerkstechniken sowie von Lebensformen und Verhaltensweisen.

Weitere wichtige Inhalte sind die umfangreiche Tierhaltung, Gartenarbeit und Waldarbeit als umweltpädagogische Schwerpunkte.

Des Weiteren steht der Bau- und Geschichtsspielplatz für Kindergeburtstage, Abschlussfeste, Familien- und Betriebsfeiern, sowie für historische Handwerkskurse, Lager und Feste zur Verfügung.

... über den außerschulischen Lernort ...

Der Bauspielplatz hat sich als außerschulischer Lernort mit unterschiedlichsten Bereichen etabliert. Angefangen beim Tagesbesuch, erlebnispädagogischen Angeboten über Werkstatttage als Berufs-(früh)orientierungsmaßnahme, den handlungsorientierten Geschichtsunterricht zu verschiedenen thematischen Schwerpunkten, häufig verknüpft mit naturkundlichen und handwerklichen Aspekten, bis hin zu einer regelmäßigen Zusammenarbeit mit AVJ-Klassen (Ausbildungsvorbereitendes Jahr) der Emil-Possehl-Berufsschule, der Schule Wilhelmshöhe und der Maria Montessori Schule (Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung) . Als weiterer Schwerpunkt im Bereich des außerschulischen Lernens haben sich die Jahresprojekte mit Grundschulklassen etabliert. Zusammen mit der Vorwerker Diakonie koordinieren wir gemeinsam das Ganztagesprogramm an der benachbarten Grundschule Roter Hahn.

... zum Geschichtserlebnisraum

Seit Eröffnung des Bauspielplatzes im Sommer 1999 beschäftigt sich der Trägerverein mit dem Nachbau mittelalterlicher Gebäude mit entsprechender Umwelt. Bisher sind unter Einbeziehung von Schulen, Kindergärten, Vereinen, etc. sowie den täglichen Besucherkindern ein wikingerzeitliches Grubenhaus, eine Schmiede, zwei Gärten, ein slawisches Blockhaus, ein Pfostenhaus mit angedeutetem Blockbohlenweg und ein wikingerzeitliches Langhaus entstanden.Die aus unseren Erfahrungen heraus entwickelte Idee einer übergreifenden Kultur-, Sozial- und Bildungseinrichtung in einem Sozialraum zu etablieren ist unser Ziel. Seit 1999 sind wir Mitglied im Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze (BdJA), in der European Federation of City Farms (EFC) und seit 2009 im europäischen Dachverband der archäologischen Freilichtmuseen (EXARC).

Alle Verbände bestätigten uns, dass unser Konzept der sozialen Arbeit, eingebettet in ein museal anmutendes Gelände, jederzeit frei zugänglich, umgeben vom sozialen Wohnungsbau, europaweit absolut einzigartig ist.   

Die Erfahrungen der letzten Jahre, die kontinuierliche Weiterentwicklung und die von unserer Seite entwickelten Kompetenzen sollen nun im Bau einer Klosteranlage aus dem 
12. Jahrhundert münden.
Von dieser Anlage konnten bis 2016 bereits eine Holzkirche, zwei Nebengebäude, eine Scheune und eine Ziegelei mit dazugehörigem Tretkran errichtet werden. Mit der Entwicklung des Geschichtserlebnisraumes und dem Bau der Klosteranlage soll der gesamte Sozialraum aufgewertet werden.

 Die Verbindung von offener Kinder- und Jugendarbeit mit Angeboten aus dem Bereich der angewandten/experimentellen Archäologie ist in Deutschland einzigartig. Eben diese Einzigartigkeit führte dazu, dass der Bauspielplatz Roter Hahn 2006 den „Paul Gauselmann Preis“ für den Bau des wikingerzeitlichen Langhauses „Elisenhof“ verliehen bekam. Der Preis wird über das Institut für Erlebnispädagogik der Universität Lüneburg europaweit vergeben. Im Sommer 2006 haben wir mit dem Bau der mittelalterlichen Klosteranlage begonnen. Die  Klosterkirche „St. Nicolai“ wurde am 29.2.2008 von der Lübecker Bischhöfin, Frau Wartenberg-Potter, offiziell in den Dienst gestellt.

In unserem Ansatz  werden Themen aus der eigenen und fremden Geschichte handlungsorientiert umgesetzt. Ziel ist es Kindern, Jugendlichen, aber auch Erwachsenen ein regionales Bewusstsein zu vermitteln. Des Weiteren soll das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen als historische Normalität begriffen werden („früher: Wikinger-Slawen-Deutsche; heute: Polen-Türken-Deutsche“).

Der Bauspielplatz Roter Hahn / Gechichtserlebnisraum Lübeck  versteht sich als grundsätzlich offene Einrichtung. Dies beinhaltet, dass die Angebote im Rahmen der offenen Tür nicht in Form von festen Gruppen, sondern unter dem Motto „Leben und Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen“ offen für alle stattfinden. Dabei geht es uns darum, Strukturen gemeinsamen Lebens und Handelns anzubieten, die von sich aus sozialisierend wirken und Bedingungen schaffen, in denen Kinder und Jugendliche, Jungen und Mädchen stärkende, entwicklungsfördernde Erfahrungen machen können. In unserem Konzept geht es um Strukturen, die durch konkrete Aufgaben gesetzt werden: Durch Bauarbeiten, Gartenarbeiten, Waldarbeiten, Umgang mit und Pflege von Tieren.

 

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