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Tiere

Tiere im Geschichtserlebnisraum

Eine bunte Schar Tiere lebt im Geschichtserlebnisraum. Wir möchten vor allem vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztiere halten, züchten und einsetzen. Von Bienen und Hühnern über Schafe, Ziegen und Hunde bis hin zu Pferden reicht die Vielfalt der Tiere, denen wir einen Lebensraum bieten. Mit ihren unterschiedlichen Qualitäten ermöglichen sie uns einen vielfältigen Einsatz in der tiergestützten Pädagogik.
Kinder und Jugendliche haben bei uns die Möglichkeit, den Tieren in natürlicher Umgebung zu begegnen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und sie gemeinsam mit den  MitarbeiterInnen zu erleben. So hat die Arbeit mit den jungen Menschen und den Tieren immer an dem besonderen Ort mit seiner historischen, natürlichen Prägung seinen Ausgangspunkt und ist besonders authentisch. Anschauliche Informationen finden Sie auch in dem Buch "Tierisch pädagogisch".

Unterstützen Sie bitte den Erhalt und Einsatz unserer vom Aussterben bedrohten Haus- und Nutztiere.

Unsere verschiedenen Tiere

Thüringer Waldziege
Die Thüringer Wald Ziege ist eine in Deutschland heimische bedrohte Ziegenrasse mit zur Zeit rund 1300 Zuchtziegen. Es treten sowohl gehörnte als auch hornlose Tiere auf. Typisch ist die ausgeprägte Gesichtsmaske mit den von der Überaugengegend bis zur Oberlippe reichenden weißen Streifen. Gab es 1936 noch 57000 Thüringer Wald Ziegen, wurden sie nach dem 2. Weltkrieg kaum noch gezüchtet. Um die verbleibenden 150 Tiere zu erhalten, wurden sie mit Toggenburger Ziegen gekreuzt.

Schleswiger Kaltblut
Das Schleswiger Kaltblut ist ein freundliches Kaltblutpferd aus Schleswig-Holstein. Die Rasse gründete sich Ende des 19. Jahrhunderts unter starkem Einfluss des Jütländers. Gab es einst noch 20.000, schrumpfte die Population in den 1970er Jahren auf 40 Tiere. Mit derzeit ca. 200 Zuchttieren ist es stark vom Aussterben bedroht. Das Schleswiger Kaltblut ist ein robustes, leistungsfähiges und ausdauerndes Arbeits- und Reitpferd. Es ist unkompliziert und ruhig im Umgang, was es für die Arbeit mit Kindern besonders geeignet macht.

Diepholzer Gans
Die robuste Diepholzer Gans ist aus den Landgänsen in der Moorlandschaft der ehemaligen Grafschaft Diepholz zum Ende des 19. Jahrhunderts herausgezüchtet worden. Dort wurden sie bis zum 2. Weltkrieg zu tausenden im Frühjahr auf die Feuchtwiesen getrieben, ab dem Herbst lebten sie in offenen Ställen. Auf diese Weise konnten sich Diepholzer Gänse immer wieder mit Wildgänsen paaren und erhielten so eine besondere Robustheit. Sie ähnelt der Graugans und  hat ein munteres Wesen sowie klare blaue Augen.

Exmoor-Pony
Das Exmoor-Pony ist das ursprünglichste und wildpferdartigste der britischen Kleinpferde und lebt mindestens seit dem 11.  Jahrhundert halbwild im Exmoor in Südengland. Es geht vermutlich auf keltische Ponys zurück, die während der Bronzezeit nach Großbritannien gebracht wurden. Es ist zäh, robust, ausdauernd und agil. Auch wenn es manchmal seine Eigenwilligkeit zeigt, ist es dem Menschen gegenüber freundlich eingestellt und im Umgang aufmerksam und willig. Es war auch Bergbau- und Wagenpferd.  

Jakobsschaf
Das Jakobschaf (auch Vier- oder Mehrhornschaf) hat seinen Namen aus der biblischen Geschichte vom Hirten Jakob, der aus der Herde seines Schwiegervaters Laban die gefleckten Tiere als Entlohnung bekam. Diese uralte Rasse ist angeblich mit den Schiffen der spanischen Armada nach Großbritannien gelangt und wurde gern in englischen Parks gehalten. Besonders sind ihre meist vier Hörner und geflecktes Fell. Es ist eins der wenigen Schafe, in dessen Rasse auch die weiblichen Tiere Hörner haben.

Vorwerkhuhn
Unsere Hühner sind zum Teil Vorwerkhühner, die  keine besonderen Haltungsanforderungen stellen und sich durch ein ruhiges und zutrauliches Wesen auszeichnen. Hinzu kommen u.a. ein paar Zwerg Welsumer, die zwar deutlich kleiner aber auch robust, wetterhart und zutraulich sind. Alle Haushühner stammen von dem aus Asien stammenden Bankiva Huhn ab, es wurde ca. 3.000 v. Chr. domestiziert. Die bunte Hühnerschar läuft frei bei uns auf dem Platz und die Kinder sammeln liebend gern die Eier ein.

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